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Biofeedback und Neurofeedback bei Depressionen

© Microsoft ClipArt Gallery - Bio- und Neurofeedback bei Depressionen © Microsoft ClipArt Gallery - Bio- und Neurofeedback bei Depressionen
Jeder Mensch kennt in seinem Leben Phasen , in denen es einem so vorkommt als ob es nichts positives gibt, nichts auf das man sich freuen kann. Situationen im Leben erscheinen 'deprimierend', sei es im beruflichen oder im privaten Bereich.

Misserfolge, eine private Enttäuschung können einen Menschen in Resignation und Niedergeschlagenheit bringen.

Häufig wird der Begriff 'Depression' in unserem Sprachgebrauch als Veränderungen der Gefühle und Befinden fast schon inflationär verwendet.

Eine umgangssprachliche Anwendung des Begriffs kann irreführend sein, viele Betroffene suchen so zu spät oder gar nicht professionelle Begleitung. Weil Familie oder Freunde unter Umständen die gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit auf eine bestehende Lebenssituation zurückführen. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass der Betroffene keine professionelle Begleitung und Therapie in Anspruch nimmt.

Was ist eine Depression?

Aus medizinischer Sicht ist eine Depression eine Störung, die das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen beeinflusst. Sie kann mit gestörten Körperfunktionen einhergehen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Hinzukommen Schlafprobleme, Energiemangel, reduziertes sexuelles Verlangen, Appetitlosigkeit oder Heisshunger mit entsprechenden Gewichtsveränderungen.

In Deutschland erkranken jährlich ca. 5.3 Millionen Menschen an einer Depression, Frauen sind doppelt so häufig davon betroffen als Männer. Aber auch Schwangere, Kinder und Senioren können davon betroffen sein. Die Ausprägungen der Depression sind unterschiedlich. Von medizinisch-therapeutischer Sicht wird häufig von leichter, mittelgradiger und schwerer Depression bzw. depressiver Episode gesprochen. Jedoch gibt es noch weitere Formen der Depression.

Therapie mit Biofeedback und Neurofeedback

Je nach Art und Ausprägung der Depression wird diese häufig mit Psychopharmaka behandelt und mit einer Psychotherapie begleitet. Die Psychotherapie bietet eine Vielzahl von Methoden an, um eine Depression wirksam behandeln können.

Dabei sind Biofeedback bzw. Neurofeedback eine medikamentenfreie und nicht-invasive Methode, um die Symptome einer Depression zu lindern oder auch zu heilen. Es kann auch dann zur adjuvanten Anwendung kommen, wenn Psychopharmaka eingenommen werden.

Im Verlauf der Therapie mit Bio- bzw. Neurofeedback können in Absprache mit dem behandelnden Arzt die Medikamente gegebenenfalls reduziert oder gänzlich ausgeschlichen werden
© Bernd Heiler - Analyse der Herzratenvariabilität © Bernd Heiler - Analyse der Herzratenvariabilität
Bei der Therapie mit peripherem Biofeedback hat sich bei Depressionen das HRV-Biofeedback als hilfreich erwiesen. Depressive Zustände können die neurovegetative Regulation beeinflussen, in dem der Einfluss des Vagus vermindert bzw. der Einfluss des Sympathikus gesteigert wird. Die Auswirkungen können sehr einfach mit Hilfe einer Analyse der HRV (Herzratenvariabilität) ermittelt werden.

Bei einem Training mit Biofeedback wird auf Basis der ermittelten HRV Parameter die Anpassungsfähigkeit des autonomen Nervensystems individuell trainiert. Damit kann sich eine dynamische neurovegetative Regulation einstellen, was sich wiederum in positiven mentalen Zuständen und Befindlichkeiten zeigen kann.
© Bernd Heiler - Brainmap © Bernd Heiler - Brainmap
Beim Neurofeedback wird aufgrund der Analyse der Gehirnwellen (QuickQ) ebenso ein individuelles Training erstellt, um die Regulation der Gehirnwellen positiv zu verändern.

Welches Trainingsprotokoll zur Anwendung für das Neurofeedback-Training kommt, steht in Abhängigkeit der Analyse und Diagnostik, die zu Beginn durchgeführt wird.

Die Diagnostik gibt Hinweise, welche Gehirnwellen trainiert werden sollen, um eine verbesserte Regulationsfähigkeit und letztendlich Wohlbefinden zu erreichen.

In vielen Fällen wird das periphere Biofeedback zusammen mit Neurofeedback kombiniert in der Therapie von Depressionen und anderen psychischen Störungen angewandt.

Trotz modernster Technik ist weiterhin die Therpeuten-Klienten-Beziehung für den Erfolg einer Psychotherapie mit entscheidend. Die Diagnostik, Analyse und Training mit Bio- bzw. Neurofeedback ist wichtig, aber ist nicht alles. So finden eben auch weitere psychologische Verfahren im Verlauf einer therapeutischen Begleitung zur Erzielung von Wohlbefinden und Gesundheit Anwendung.
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