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Biofeedback & Neurofeedback bei Substanzmissbrauch

© Roman Drits - Barnimages © Roman Drits - Barnimages
Im Laufe des Lebens konsumieren ca. 5 % Frauen und 21 % Männer Alkohol in übermäßigen und gesundheitsschädlichen Maß (Abhängigkeit), um damit persönliche Probleme und die damit verbundenen negativen Gefühlen zu verdrängen.

Allerdings gibt es eine viel größere Anzahl von Menschen, die nicht abhängig sind, aber Alkohol, Medikamente und Drogen regelmäßig konsumieren und damit eine Abhängigkeit und Suchterkrankung riskieren.

Es ist häufig ein schleichender Prozess, der zunächst als hilfreiche Strategie zur Bewältigung von persönlichen Problemen wahrgenommen wird. Alternative Handlungsstrategien sind dem Betroffenen nicht zugängig, aus dem zu anfangs entlastenden Aspekt entsteht über einen längeren Zeitraum eine Abhängigkeit und Suchterkrankung durch den Missbrauch der gefährdenden Substanzen.
Nachdem ein Entzug in einer Klinik durchgeführt wurde, kann die Nachsorge und Rückfallprävention mit Neurofeedback und peripherem Biofeedback ambulant begleitet werden. Beide Verfahren in Kombination haben in der Praxis gezeigt, dass die weitere Entwöhnung dadurch gut unterstützt wird und einem Rückfall vorgebeugt werden kann. Dabei können ebenso auftretender Stress, innere Unruhe und Nervosität reduziert werden.

Therapie mit Biofeedback und Neurofeedback

In der Therapie hat sich insbesondere das Alpha-Theta-Training bei Suchterkrankungen bewährt. Dieses Training, auch unter dem Namen Peniston-Protokoll bekannt, hilft dem Klienten dabei die Hirnaktivität so zu steuern, dass ein auftretendes Verlangen nach dem Suchtmittel kontrolliert und reduziert werden kann. Durch das Training erfährt der Klient, dass er durch die erlernte Selbstkontrolle nicht mehr der Hilflosigkeit gegenüber der Sucht ausgesetzt ist.

Bei Beginn der Therapie mit Neurofeedback wird im Rahmen der Diagnostik eine 'Landkarte der Gehirnwellen' (BrainMap / QuickQ) erstellt, um so das Training individuell gestalten zu können. Ergänzend kann eine Diagnostik der autonomen Regulationsfähigkeit auf Basis der Herzratenvariabilität (HRV Analyse) durchgeführt werden, um ein ganzheitliches Bild zur Regulationsfähigkeit der Nervensysteme zu bekommen.

Mögliche Dysbalancen im autonomen Nervensystem werden mit dem peripheren Biofeedback-Training behandelt. Auch hier erlernt der Klient, die Regulationsfähigkeit willentlich zu kontrollieren, um z. B. mit Stress besser umgehen zu können und so entspannter zu sein. Zusätzlich können Entspannungsmethoden, wie z. B. autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, durch Biofeedback wirksam erlernt und vom Klienten eigenständig angewendet werden.

In vielen Fällen wird das Neurofeedback- und peripheres Biofeedback-Training in Kombination angewendet, um eine möglichst nachhaltige Wirkung zu erreichen. Sinnvollerweise werden ebenso Biofeedbackgeräte zur Heimanwendung eingesetzt, um die Wirkungsweise zu verbessern. Die Häufigkeit der ambulanten Sitzungen kann so in einem alltagstauglichen Maße gehalten werden.
Rufen Sie mich zur Terminvereinbarung unter 089 242 90 558 an oder verwenden Sie die Online-Buchung!